Getränke Erste Beschäftigte der Mineralbrunnenindustrie Baden-Württemberg sind um 4:30 Uhr in einen Warnstreik getreten: Mineralwasser wird knapp!

11. August 2020

Stuttgart, 11. August 2020 - Um 4:30 Uhr heute Morgen sind die ersten Beschäftigten der Mineralbrunnenindustrie dem Aufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest gefolgt und in einen mehrstündigen Warnstreik getreten. Seitdem steht die Produktion in vielen Betrieben still.

Am Freitag, 14. August 2020 findet der dritte Verhandlungstermin in der Lohn- und Gehaltstarifrunde 2020 für die rund 2.000 Beschäftigten der Mineralbrunnenindustrie Baden-Württemberg statt. „Nachdem die Arbeitgeberseite auch bei der zweiten Tarifverhandlung am 21. Juli 2020 kein Angebot für die Lohn- und Gehaltstarifrunde 2020 vorgelegt hat, verleihen die Beschäftigten mit den heutigen Warnstreiks der Forderung nach einer Steigerung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen deutlich Nachdruck.“ so Uwe Hildebrandt, Verhandlungsführer und NGG-Landesbezirksvorsitzender.

„Die Beschäftigten haben einen Anspruch darauf, angemessen am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt zu werden. Zumal die Beschäftigten von Mehrarbeit, Überstunden und Sonderschichten in ihren Betrieben berichten.“, betont Hildebrandt.

„Wir können der Arbeitgeberseite nur raten, am 14. August 2020 ein verhandelbares Angebot vorzulegen“, so Hildebrandt. „Ansonsten werden weitere Aktivitäten und Streikaktionen folgen müssen.“

Unter das Tarifgebiet fallen u. a. die Betriebe: Mineralbrunnen Teinach in Bad Teinach, Romina Mineralbrunnen in Reutlingen, Aqua Römer in Mainhardt, Bad Dürrheimer Mineralbrunnen in Bad Dürrheim, Imnauer Mineralquellen in Haigerloch, Mineralbrunnen Krumbach in Kißleg, Rietenauer Mineralquellen in Aspach, Lieler Schlossbrunnen in Schliengen, Liebenzeller Mineralbrunnen in Bad Liebenzell, Peterstaler Mineralquellen in Bad-Peterstal, Schwarzwaldsprudel in Wildberg, Wildbadquelle in Schwäbisch Hall und die Firma Winkels.