Warnstreiks zeigen Wirkung – Tarifabschluss in der Mineralbrunnenindustrie erzielt

Stuttgart, 14. August 2020 - Nach erfolgreichen Warnstreiks im Vorfeld der dritten Tarifverhandlung für die rund 2.000 Beschäftigten der Mineralbrunnenindustrie in Baden-Württemberg einigte sich die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest mit dem Arbeitgeberverband der Ernährungsindustrie Baden-Württemberg auf ein gutes Ergebnis in Corona-Zeiten.

Das Tarifergebnis beinhaltet im Einzelnen eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2 Prozent ab dem 1. September 2020. Für einen Facharbeiter in der untersten Tarifgruppe bedeutet das eine monetäre Steigerung um 66 Euro. Das Urlaubsgeld steigt ebenfalls um 2 Prozent. Der Tarifvertrag hat aufgrund der Corona-Sondersituation eine kurze Laufzeit und kann frühestens zum 31. März 2021 gekündigt werden.

Uwe Hildebrandt, NGG-Landesbezirksvorsitzender betont, dass es sich in diesem Jahr um außerordentlich schwierige Gespräche handelte: „Die Beschäftigten haben aber mit den Warnstreiks ein deutliches Signal gesendet. Der Tarifabschluss ist vor allem durch das Engagement der Belegschaften in der Mineralbrunnenindustrie möglich geworden. Daher konnte nun eine Nullrunde verhindert und ein gutes Ergebnis in Corona-Zeiten erzielt werden, dass die gute Arbeit der Beschäftigten berücksichtigt.“

Unter das Tarifgebiet fallen u. a. die Betriebe: Mineralbrunnen Teinach in Bad Teinach, Romina Mineralbrunnen in Reutlingen, Aqua Römer in Mainhardt, Bad Dürrheimer Mineralbrunnen in Bad Dürrheim, Imnauer Mineralquellen in Haigerloch, Mineralbrunnen Krumbach in Kißleg, Rietenauer Mineralquellen in Aspach, Lieler Schlossbrunnen in Schliengen, Liebenzeller Mineralbrunnen in Bad Liebenzell, Peterstaler Mineralquellen in Bad-Peterstal, Schwarzwaldsprudel in Wildberg, Wildbadquelle in Schwäbisch Hall und die Firma Winkels.