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Tarifrunde 2025/2026 für das Hotel- und Gaststättengewerbe Rheinland-Pfalz

Gastgewerbe
15. Januar 2026

Erneut keine Einigung bei Tarifverhandlungen für Hotels und Gastronomie in Rheinland-Pfalz!

Stuttgart, 14. Januar 2026 - Auch beim dritten Verhandlungstermin um höhere Entgelte für die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe Rheinland-Pfalz am 14. Januar 2026 in Bad Kreuznach gab es keine Einigung. Die Verhandlungen wurden, noch ohne neuen Termin, vertagt.

Hakan, Ulucay, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert das Angebot scharf. „Trotz dessen, dass die Betriebe deutlich von der Mehrwertsteuersenkung von 19 Prozent auf 7 Prozent profitieren, legt der Arbeitgeberverband DEHOGA Rheinland-Pfalz nur ein unzumutbares Angebot vor.“, so Ulucay. 

„Besonders brisant ist, dass die Beschäftigten für 12 Monate – also ein ganzes Jahr – auf eine Entgelterhöhung verzichten sollen. Dazu kommt, die ungewöhnlich lange Laufzeit des Tarifvertrages bis Ende September 2028.“, ärgert sich Ulucay.

Ab dem 01.04.2026 schlägt der DEHOGA drei Erhöhungsstufen von jeweils + 3,5 Prozent für 2026, 2027 und 2028 vor. Der neue Vertrag soll bis einschließlich September 2028 laufen. Die unterste Lohngruppe soll 20 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. 

„Dieses Angebot ist absolut unzureichend. Die Beschäftigten benötigen einen Ausgleich für die vergangenen 12 Monate. Sie benötigen jetzt zeitnah eine deutliche Entgelterhöhung. Denn seit dem letzten Tarifabschluss 2021 sind die Lebenshaltungskosten, die Ausgaben für Miete, Lebensmittel und Energie sehr stark gestiegen. Die Beschäftigten brauchen dringend mehr Kaufkraft, um von ihrem Einkommen leben zu können.“, so Ulucay. „Wir wollen keine Billiglohn-Branche. Denn das verschärft nur den Arbeitskräftemangel weiter und sorgt für Altersarmut.“  

Die Arbeitgeber profitieren massiv von der Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen von 19 Prozent auf 7 Prozent. Ihnen bleiben damit 12 Prozent mehr vom Umsatz. „Das Geld für eine deutliche Entgeltsteigerung ist also da.“, ist sich Ulucay sicher.  

Trotz intensiver Diskussionen bei den heutigen Verhandlungen und aller Bemühungen um einen Tarifabschluss, gab es keinerlei Bewegung mehr in den Verhandlungen. Deshalb blieb der NGG-Tarifkommission nur die Entscheidung, noch einmal zu vertagen. „Der DEHOGA muss bei den kommenden Verhandlungen noch einmal deutlich nachlegen. Es wird Zeit für eine ordentliche Tariferhöhung.“, so Ulucay. 

Hintergrundinformationen:

Die Forderung der NGG-Tarifkommission lautet:

  • 14,5 Prozent mehr Entgelt und ein Einstiegsgehalt von mind. 3.000 Euro für Fachkräfte
  • plus 200 Euro für alle Azubis
  • 12 Monate Laufzeit des Anschlusstarifvertrags
  • Darüber hinaus strebt das NGG-Verhandlungsteam eine Allgemeinverbindlichkeit des zukünftigen Entgelttarifvertrags an, um so vergleichbare Rahmenbedingungen in allen rheinland-pfälzischen Betrieben zu ermöglichen.

Laut der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit arbeiten im Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz (Stand Dezember 2024) 45.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 54.000 geringfügig entlohnte Beschäftigte.

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