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Tarifrunde 2026 – Süßwarenindustrie Hessen
Magerangebot der Arbeitgeberseite bedeutet Reallohnverlust
Stuttgart, 16. Juni 2026 - Die erste Tarifverhandlung um höhere Entgelte für die rund 6.000 Beschäftigten bei Intersnack, Magnum, Waffel Löser und Ferrero wurde ergebnislos auf den 28. Juli 2026 vertagt.
„Die Arbeitgeberseite hat nur ein Magerangebot von 2 Prozent für ein erstes Jahr ab 1. Juni 2026 und 1,6 Prozent für ein weiteres Jahr ab 1. Juni 2027 geboten.“, berichtet Hakan Ulucay, Landesbezirksvorsitzender und Verhandlungsführer in der diesjährigen Tarifrunde von den gestrigen Verhandlungen. „Ein Angebot noch unterhalb der aktuellen Inflationsrate würde einen massiven Reallohnverlust bedeuten. Dies wird es mit uns nicht geben!“, betont Ulucay.
„Gerade angesichts der steigenden Belastungen für die Beschäftigten bleibt die NGG-Tarifkommission bei der Forderung nach plus 5,8 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 225 Euro!“ so Ulucay. „Wir erwarten eine Wertschätzung der guten Arbeit der Beschäftigten. Dieses Magerangebot seitens der Arbeitgeber zählt nicht dazu!“
„Die Kolleginnen und Kollegen in den Süßwarenbetrieben geben Tag für Tag alles, um den Menschen im Land mit Knabbergebäck, Waffeln, Schokolade und Eis das Leben zu versüßen.“, so Ulucay. „Sie machen einen hervorragenden Job und erwarten daher zu Recht ein faires Angebot für eine deutliche Tarifsteigerung.“
Bis zum nächsten Verhandlungstermin am 28. Juli 2026 sollten sich die Arbeitgeber auf vielfältige Aktionen bis hin zu Warnstreiks einstellen.
Hintergrund:
Betroffen sind u.a. die folgenden Betriebe: Ferrero ohG (Stadtallendorf), Intersnack Deutschland S.E. (Alsbach-Hähnlein), Helmut Löser GmbH & Co. KG - Waffelfabrik (Taunusstein) und Magnum ICC Germany Supply GmbH (Heppenheim)
Die Forderung in der Tarifrunde 2026 lautet im Einzelnen:
- Die Entgelte sollen um 5,8 Prozent steigen, mindestens jedoch um 225 Euro.
- Die Ausbildungsvergütungen sollen ebenfalls um 5,8 Prozent erhöht werden.
- Die Freistellungsregelung für Auszubildende vor den Abschlussprüfungen und die Ankündigungsfrist bezüglich der Übernahme sollen beibehalten werden.
- Der neue Tarifvertrag soll als Anschlusstarifvertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten in Kraft treten.
Der Entgelttarifvertrag wurde zum 31. Mai 2026 gekündigt.
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