Schärfere Regeln für die Fleischindustrie sind dringend erforderlich – Ausbeutung von Arbeitskräften muss ein Ende haben

Stuttgart, 20. Mai 2020 - Uwe Hildebrandt, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest begrüßt den heutigen Kabinettsbeschluss zu den Eckpunkten eines „Arbeitsschutzprogramms für die Fleischindustrie.“

„Wir begrüßen, dass das Bundeskabinett heute schärfere Regeln für die Fleischindustrie beschlossen hat.“, so Hildebrandt. „Der Beschluss ist ein längst überfälliger Schritt, den Missbrauch von Werkverträgen in der Fleischindustrie und die Ausbeutung von Werkvertragsbeschäftigten, die vielfach in Sub- bzw. Sub-Subunternehmen arbeiten, endlich zu beenden.“

Die Gewerkschaft NGG fordert seit Jahren schärfere Kontrollen in den Betrieben aber auch bei den Wohnungen und Sammelunterkünften. „Die vielen Coronafälle der letzten Tage und Wochen, wie beispielsweise bei Müller Fleisch in Pforzheim, haben die seit Jahren katastrophalen Bedingungen in den Großkonzernen der Fleischindustrie offengelegt. Es ist daher gut, dass die Politik endlich eingreift und den Machenschaften einiger Großkonzerne die Grundlage entzieht.“

„Dem Beschluss des Bundeskabinetts muss nun ein entsprechendes Gesetz folgen, dass keine Schlupflöcher und Ausnahmen zulässt.“, so Hildebrandt.