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Vierter Warnstreik Rubin Mühle
24-Stunden-Warnstreik - Beschäftigte erhöhen Druck auf Unternehmensleitung
Freiburg, 12. August 2026 - Die Beschäftigten der Rubin Mühle GmbH in Lahr-Hugsweier erhöhen ihren Druck auf die Unternehmensleitung: Die Gewerkschaft NGG hat für Mittwoch, den 12. August 2026, zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Damit reagieren die Beschäftigten auf die fortdauernde Weigerung des Unternehmens, die Tarifverhandlungen über einen Haustarifvertrag wieder aufzunehmen.
Bereits zum vierten Mal in diesem Tarifkonflikt legen die Beschäftigten ihre Arbeit nieder. Trotz mehrerer Warnstreiks und wiederholter Gesprächsangebote ist Geschäftsführer und Inhaber Christopher Rubin bislang nicht an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.
Die Beschäftigten fordern eine tarifliche Absicherung ihrer Arbeitsbedingungen sowie faire und verlässliche Einkommensperspektiven. „Die Kolleginnen und Kollegen haben in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, dass sie einen Tarifvertrag wollen. Sie erwarten Respekt, sichere Arbeitsbedingungen und eine faire Beteiligung an ihrer täglichen Arbeit. Wer jede Verhandlung verweigert, darf sich über wachsenden Unmut in der Belegschaft nicht wundern“, erklärt NGG-Gewerkschaftssekretär Sven Hildebrandt. Die NGG fordert für die Beschäftigten unter anderem eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent, eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro pro Ausbildungsjahr sowie den Abschluss eines Entgelt , Mantel- und Rahmentarifvertrages.
Nach Auffassung der Gewerkschaft sind tarifliche Regelungen dringend erforderlich, um den Beschäftigten Sicherheit und Verlässlichkeit zu geben.
Nach Angaben der NGG arbeiten bei der Rubin Mühle rund 222 Beschäftigte.
Die hohe Beteiligung an den bisherigen Arbeitskampfmaßnahmen zeigt nach Einschätzung der Gewerkschaft NGG, wie groß der Wunsch nach einem Tarifvertrag innerhalb der Belegschaft ist. „Wir sind jederzeit bereit, die Gespräche wieder aufzunehmen. Der Ball liegt beim Arbeitgeber. Ein Tarifvertrag schafft klare Regeln für beide Seiten und stärkt die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ebenso wie die Sicherheit der Beschäftigten“, so Hildebrandt weiter.
Mit dem Warnstreik senden die Beschäftigten ein deutliches Signal an die Unternehmensleitung: Ohne ernsthafte Verhandlungen wird der Druck weiter steigen. Die NGG fordert die Geschäftsführung erneut auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren und gemeinsam mit der Tarifkommission eine tragfähige Lösung zu erarbeiten.
Gemeinsam noch stärker
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