Achat Hotels Baden-Württemberg und Hessen -Beschäftigte wollen Tarifverträge - Tarifverhandlungen auf den 10. Dezember 2018 vertagt

Stuttgart, 29. November 2018 - Die erste Tarifverhandlung um einen Anerkennungstarifvertrag für die Achat Hotels in Karlsruhe, Walldorf/Reilingen und Frankfurt/Offenbach geht in die zweite Runde. Der zweite Verhandlungstermin findet am 10. Dezember 2018 statt.

Alexander Münchow, Landesbezirkssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest berichtet, dass es beim ersten Verhandlungstermin über einen Anerkennungstarifvertrag bzw. einen Haustarifvertrag zu keiner Einigung gekommen ist.

„Nach einer anfänglichen Blockadehaltung grundsätzlich über Tarifverträge verhandeln zu wollen, konnten wir die Arbeitgeberseite überzeugen mit uns in konstruktive Verhandlungen einzutreten.“, betont Münchow. Es wurde nach zähen Gesprächen vereinbart, dass beim zweiten Verhandlungstermin im Dezember in Arbeitsgruppen darüber gesprochen wird, wie eine Anpassung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen an den Lohn- und Gehaltstarifvertrag Baden-Württemberg und den Entgelttarifvertrag Hessen möglich wäre.

Münchow unterstreicht die Forderung der NGG-Tarifkommission nach einer Anerkennung der kompletten Lohn– und Gehaltstarifverträge in den beiden Tarifgebieten Hessen und Baden-Württemberg sowie einer korrekten Eingruppierung. „Die Beschäftigten haben einen Anspruch an den wirtschaftlichen Erfolgen des Unternehmens beteiligt zu werden. Wir wollen mit der Tarifbindung das undurchsichtige Lohnsystem bei Achat durchbrechen und die Abkopplung der Beschäftigten von der allgemeinen Lohnentwicklung verhindern.“, betont Münchow.

Hintergrund:
Da die Achat Hotel- und Immobilienbetriebsgesellschaft mbH über keine Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband DEHOGA verfügt und es aktuell auch keinen Haustarifvertrag gibt, ist das Unternehmen nicht verpflichtet die regelmäßigen Tariflohnerhöhungen, die die Gewerkschaft NGG mit dem DEHOGA Baden-Württemberg sowie dem DEHOGA Hessen vereinbart, an die Beschäftigen weiterzugeben.