Tarifverhandlung Hotel- und Gaststättengewerbe Baden-Württemberg ergebnislos auf 20. Februar 2018 vertagt – Arbeitgeberseite legt völlig unzureichendes Angebot vor

Stuttgart, 10. November 2017 - Der erste Verhandlungstermin für eine Erhöhung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest und dem DEHOGA Baden-Württemberg endete am Freitagnachmittag, 10. November 2017 ergebnislos.

Die Arbeitgeberseite legte bei der ersten Tarifverhandlung in Stuttgart ein völlig unzureichendes Angebot für eine angemessene Erhöhung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten im Gastgewerbe vor. „Mit einem Angebot von gerade mal 1,7 % auf 18 Monate, das entspricht mageren 1,13 %, sollen die Beschäftigten abgespeist werden. Dies ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und entspricht in keinster Weise einer Wertschätzung der guten Arbeit der Beschäftigten in den Betrieben.“ so der NGG-Verhandlungsführer Claus-Peter Wolf.

„Wir bleiben dabei, wir wollen deutlich mehr Geld für die Kolleginnen und Kollegen an Theke und Tresen erreichen. Baden-Württemberg hat im Vergleich zu anderen Tarifgebieten einen deutlichen Nachholbedarf!“ begründet Wolf die Forderung nach einem Lohn-Plus von monatlich 140 Euro in allen Lohngruppen und 100 Euro mehr für die Auszubildenden bei einer Laufzeit des neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrags von 12 Monaten.

Wolf verweist darauf, dass das Gastgewerbe in Baden-Württemberg seit Jahren steigende Gästezahlen und wachsende Umsätze verzeichnet. Es sei daher höchste Zeit, dass die Beschäftigten hiervon einen fairen Anteil abbekämen. „Die harte Arbeit der Beschäftigten im Service - oft nachts oder am Wochenende - macht es immer schwieriger, noch Fachkräfte zu finden. Höhere Löhne sind daher ein entscheidender Beitrag, um wieder mehr Schulabgänger für die Arbeit im Restaurant oder Hotel zu gewinnen.“, betont Wolf.

Die Tarifverhandlung wurde auf 20. Februar 2018 vertagt. „Wir werden die Zeit bis zum nächsten Verhandlungstermin für vielfältige Aktionen nutzen, um Druck auf die Arbeitgeberseite aufzubauen. Die Beschäftigten haben ein besseres Angebot und eine deutliche Einkommenssteigerung verdient!“ so Wolf.

Hintergrundinfos: Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit (Stand 31.12.2016) arbeiten im baden-württembergischen Gastgewerbe 127.039 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie 141.776 geringfügig Beschäftigte.

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