NGG: Arbeit im Gastgewerbe aufwerten

Lohn-Plus für 120.000 Beschäftigte im baden-württembergischen Gastgewerbe gefordert

Stuttgart, 9. November 2017 - Mehr Geld an Theke und Tresen: Die rund 120.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Hotel- und Gaststättengewerbe sollen mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor der Tarifverhandlung für die Branche am Freitag den 10. November 2017 in Stuttgart. Die Gewerkschaft verlangt ein Lohn-Plus von monatlich 140 Euro in allen Lohngruppen und 100 Euro mehr für Auszubildende.

„Das Gastgewerbe in Baden-Württemberg verzeichnet seit Jahren steigende Gästezahlen und wachsende Umsätze“, sagt NGG-Verhandlungsführer Claus-Peter Wolf. Es sei höchste Zeit, dass die Beschäftigten hiervon einen fairen Anteil abbekämen. Die harte Arbeit im Service - oft nachts oder am Wochenende - mache es immer schwieriger, noch Fachkräfte zu finden. Höhere Löhne seien ein entscheidender Beitrag, um wieder mehr Schulabgänger für die Arbeit im Restaurant oder Hotel zu gewinnen.

„Mit dieser Forderung wollen wir u.a. dem Auseinanderdriften der Löhne und Gehälter in der Branche entgegen wirken. Die Löhne müssen kräftiger als bisher steigen, damit die Menschen effektiv mehr in der Tasche haben“, betont Wolf. „Bei den Ausbildungsvergütungen liegen wir im Bundesvergleich der Branche hinten“, so Wolf. Gerade Letzteres wäre aus Sicht der Gewerkschaft NGG dem boomenden Tourismusstandort Baden-Württemberg nicht würdig. „Die Arbeitgeber müssen sich endlich bewegen, ansonsten rechnen wir mit einem heißen Herbst für die Branche.“

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