Profitgier kostet Arbeitsplätze in Liederbach und Bad Neuenahr - Trotz Gewinnen kündigt Coca-Cola Standortschließungen an!

Stuttgart, 8. Oktober 2020 - Mit großer Verärgerung reagiert Uwe Hildebrandt, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest auf die heute von Coca-Cola angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen bei Coca-Cola und die damit einhergehende Standortschließung in Liederbach in Hessen sowie den Teilabbau bei Apollinaris in Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz.

Damit gehen in Liederbach 261 Arbeitsplätze verloren, in Bad Neuenahr sind 84 Beschäftige von der angekündigten Restrukturierung betroffen. Bundesweit werden ca. 470 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen sein. Insgesamt arbeiten bei Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) bundesweit rund 7.500 Beschäftigte.

„Coca-Cola in Deutschland schreibt nach wie vor schwarze Zahlen!“, betont Uwe Hildebrandt. „Trotz Gewinnen Standorte zu schließen, zeugt nicht von einem verantwortungsbewussten Handeln gegenüber den Beschäftigten, die diese Gewinne erwirtschaftet haben. Das ist reine Profitgier.“

Auch sei es überaus frech, kurz nach dem erfolgreichen Tarifabschluss, die Beschäftigten an den beiden Standorten derart vor den Kopf zu stoßen und zu verunsichern. „Die Beschäftigten machen tagtäglich eine hervorragende Arbeit und waren auch unter Corona-Bedingungen immer hoch motiviert und einsatzbereit. Die Beschäftigten haben es nicht verdient, nur aus reinem Profitdenken aufs Abstellgleis geschoben zu werden.“

Uwe Hildebrandt betont, dass die Gewerkschaft NGG gemeinsam mit den Betriebsräten und den Beschäftigten vor Ort um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen werde. „Wir werden die heutige Ankündigung der Schließungen nicht einfach hinnehmen.“ Dort wo es gar nicht anders gehe, komme der gerade eben erst verlängerte Tarifvertrag für Beschäftigungssicherung zum Tragen, der für die Betroffenen Abfindungen und sozial verträgliche Lösungen regle.