„Das Arbeitszeitgesetz ist ein Schutzgesetz für Beschäftigte und wer es aufweicht, zerstört diesen Schutz.“

Stuttgart, 29. November 2018 - ZUMELDUNG ZUR AKTUELLEN DEBATTE „DIE GRÜN-SCHWARZE LANDESREGIERUNG UND IHRE POLITIK GEGEN DIE INTERESSEN DER BESCHÄFTIGTEN“ BEANTRAGT VON DER SPD-LANDTAGSFRAKTION

Anlässlich der heutigen von der SPD-Fraktion beantragten Aktuellen Debatte im Landtag kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Landesbezirk Südwest die Initiative der CDU-Landtagsfraktion eine Bundesratsinitiative zur Ausdehnung der täglichen Höchstarbeitszeit auf Kosten der Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anzustreben.

„Das Arbeitszeitgesetz ist ein Schutzgesetz für Beschäftigte und wer es aufweicht, zerstört diesen Schutz.“, so Uwe Hildebrandt, NGG-Landesbezirksvorsitzender. „Der Gesundheitsschutz darf nicht der Deregulierung und Flexibilisierung, wie sie CDU und FDP im Landtag gefordert haben, geopfert werden. Denn 10 Stunden Arbeit pro Tag sind schon zwei Stunden zu viel.“

„Wir sind enttäuscht darüber, dass sich die Landtagsfraktion der Grünen nicht eindeutig positioniert hat und sich in der Aktuellen Debatte nicht gegen eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes ausgesprochen hat. Denn das, was die CDU da als Flexibilisierung und Verbesserungen verkauft, ist ein Rückschritt ins 19. Jahrhundert. Der Achtstundentag wurde von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus gutem Grund hart erkämpft.“, betont Hildebrandt.

„Jede weitergehende Öffnung der täglichen Höchstarbeitszeit wird dazu führen, dass die Beschäftigten in Branchen wie dem Hotel- und Gaststättengewerbe oder der Systemgastronomie massiv unter Druck geraten würden. Unsere Erfahrungen zeigen: Die Arbeitgeber werden das maximal mögliche an Arbeitszeit herausholen.“, so Hildebrandt.