Warnstreik und Aktionen zeigen bei der Nestlé Wirkung! Eingriffe in MTV abgewendet!

Stuttgart, 20. September 2018 - Die 3. Tarifverhandlung am 19. September 2018 für die Beschäftigten der Nestlé-Werke in Singen und Ludwigsburg sind erfolgreich abgeschlossen worden. Die von Nestlé beabsichtigten Eingriffe in den Manteltarifvertrag konnten abgewendet und eine Lohnerhöhung im Gesamtvolumen von 5,6 % durchgesetzt werden.

Der Warnstreik und die vielfältigen Aktionen der Beschäftigten in den Nestlé-Werken in Singen
und Ludwigsburg haben die Basis für einen guten Tarifabschluss beim dritten Verhandlungstermin
am 19. September 2018 gelegt.

Der Tarifabschluss im Einzelnen:

  • Die angedrohten Eingriffe in den Manteltarifvertrag (Kürzung bei Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Mehrarbeit ohne Lohnausgleich) sind vom Tisch.
  • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen erhöhen sich rückwirkend zum 1. August 2018 um 3  %.
  • Zum 1. Juli 2019 erhöhen sich die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,6  %.
  • Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und kann frühestens zum 31. Mai 2020 gekündigt werden.   

„Mit dem vorliegenden Abschluss konnten wir nicht nur die von der Nestlé geforderten Einschnitte verhindern, sondern auch eine Tariflohnerhöhung im Gesamtvolumen von 5,6 % erzielen. Ein gutes Ergebnis betont Uwe Hildebrandt, Verhandlungsführer und Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest. „Mit diesem Tarifergebnis ist es gelungen, den knapp 800 Beschäftigten bei Maggi in Singen und rund 100 Beschäftigten bei Unifranck in Ludwigsburg an der allgemeinen Tarifentwicklung teilhaben zu lassen.“