Plus 5,5 % mehr Geld für Beschäftigte der Nährmittelbetriebe erzielt – Warnstreiks und Aktionen zeigen Wirkung

Die rund 7.000 Beschäftigten der Nährmittelbetriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, in denen u. a. Tiefkühlpizzen, Kindernahrung, Nahrungsergänzungsmittel und vieles mehr hergestellt werden, können sich über eine Tariferhöhung freuen. So steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen um insgesamt 5,5 Prozent.

 

Das Tarifergebnis für das Tarifgebiet beinhaltet im Einzelnen eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zum 1. Mai 2018 um 3 Prozent und weitere 2,5 Prozent ab dem 1. April 2019. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und kann frühestens zum 31. März 2020 gekündigt werden.

 

Auf dieses Ergebnis hat sich die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest mit dem Arbeitgeberverband Ernährung Genuss am 17. Mai 2018 beim zweiten Verhandlungstermin nach schwierigen Verhandlungen einigen können. Vorausgegangen waren Warnstreiks und Aktionen in mehreren Nährmittelbetrieben.

 

Uwe Hildebrandt, NGG-Landesbezirksvorsitzender betont: „Mit diesem Tarifergebnis konnten wir ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten der Nährmittelindustrie erreichen. Dieses Ergebnis wäre ohne die tollen Streiks und weiteren vielfältigen Aktionen in den Betrieben nicht möglich gewesen.“

 

Betroffen sind u.a. folgenden Betriebe:

  • Dr. Oetker in Wittlich   

  • die Nestlé-Zentrale und Vertriebsorganisation in Frankfurt

  • Nestlé Wagner in Nonnweiler (wegen Anerkennungs-/Überleitungs-Tarifvertrag erfolgt die Tariferhöhung zeitversetzt zum 1.10.18 und 1.9.19)

  • Nestlé HealthScience in Osthofen

  • die Milupa Standorte in Fulda und Friedrichsdorf

  • Jung Zeelandia in Frankfurt     

  • Van Hees in Walluf

  • Jacobs Douwe Egberts in Mainz

  • Kerry Ingrediens in Hochheim.

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