10 Stunden sind genug! Keine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes!

Stuttgart, 6. November 2018 - Anlässlich des gestrigen DEHOGA-Tags und der Ankündigung einer Bundesratsinitiative der grün-schwarzen Landesregierung durch die CDU-Landtagsabgeordneten Paal und Rapp erklärt Uwe Hildebrandt, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Landesbezirk Südwest: „Die aktuelle 10-Stunden-Obergrenze pro Arbeitstag ist dazu da, die Beschäftigten zu schützen. Eine Flexibilisierung nach oben, wie sie vom DEHOGA, der CDU und allem Anschein nach nun auch von der grün-schwarzen Landesregierung gewünscht ist, würde ausschließlich zu Lasten der Beschäftigten gehen.“

Hildebrandt verweist darauf, dass das Hotel- und Gastgewerbe boomt. Das statistische Landesamt verkündet ständig steigende Umsätze in Hotel und Gastronomie, die Belegungs-zahlen in den Hotels erhöhen sich von Jahr zu Jahr deutlich. Seit Jahren werden Rekordgewinne erwirtschaftet. Aber statt die Arbeits- und Entgeltbedingungen in der Branche zu verbessern, um so dem Fachkräftebedarf entgegen zu wirken, gibt es ständig neue Arbeitgeberforderungen nach Veränderungen des Arbeitszeitgesetzes.

„Diese aktuelle Diskussion um eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten und eine Lockerung des Arbeitszeitgesetzes schaden der Attraktivität des Gastgewerbes.“, ist sich Uwe Hildebrandt sicher. Die vom DEHOGA formulierte Forderung, die tägliche Höchstgrenze der Arbeitszeit von maximal 10 Stunden aus dem Arbeitszeitgesetz zu streichen und die europäische Arbeitszeitrichtlinie als Basis zu nehmen, die eine wöchentliche Betrachtungsweise vorsieht und damit eine tägliche Arbeitszeit von bis zu 13 Stunden möglich macht, schwächt die Branche.

„Das Gastgewerbe kann sein Image nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen, fairen Löhnen, einer hohen Ausbildungsqualität und einer Wertschätzung der Arbeit der Beschäftigten verbessern.“, so Hildebrandt weiter. „10 Stunden sind genug! Es darf keine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes geben!“

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