Unilever, Heilbronn - Zukunftstarifvertrag abgeschlossen

Heilbronn, 15. Dezember 2017 - In der siebten Verhandlungsrunde bei Unilever in Heilbronn konnte heute ein Zukunftstarifvertrag abgeschlossen werden. Dies teilte Burkhard Siebert von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Heilbronn mit.

Die Eckpunkte der Tarifeinigung:

  • Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 31. Dezember 2020 ausgeschlossen.
  • Darüber hinaus gibt es kein Outsourcing im Bereich der Logistik.
  • Zukunftsinvestitionen in Höhe von 10 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren
  • Eine Einmalzahlung für alle Beschäftigten in Höhe von 950,- Euro im Januar (Teilzeitler anteilig,
    Auszubildende 250,- €)
  • Tariflohnsteigerungen von insgesamt 5,2 Prozent in zwei Stufen (2,8% ab 01. Juni 2018, weitere 2,4% ab 1. Juni 2019)
  • dafür bleibt es bei den bisherigen Abweichungen vom Zusatztarifvertrag aus 1992. Sollte der
    Zukunftstarifvertrag gekündigt werden, gelten die Bedingungen aus 1992 wieder vollumfänglich.

Der neue Tarifvertrag kann erstmals zum 31.12.2020 gekündigt werden. Sollte das Investitionsvolumen nicht ausgeschöpft werden, wird der Restbetrag an die Beschäftigten ausbezahlt.

„Kurz vor Weihnachten haben wir eine Absicherung der Arbeitsplätze im Werk und der Logistik für die nächsten Jahre erreicht. Und wir haben im Rahmen des Gesamtpakets neben der Einmalzahlung bereits jetzt weitere Entgeltsteigerungen durchsetzen können“, erklärte der NGG-Landesbezirksvorsitzende und Verhandlungsleiter Uwe Hildebrandt: „Das ist ein zufriedenstellender Kompromiss, der für die Beschäftigten verlässliche Perspektiven bietet“.