Milchindustrie Baden-Württemberg: Molkereibeschäftigte sind sauer!

2. Tarifverhandlung am 8. Juni 2017

Stuttgart, 7. Juni 2017 - Für die 2. Tarifverhandlung am 8. Juni 2017 fordert die Gewerkschaft NGG ein akzeptables Angebot von der Arbeitgeberseite für die rund 2.600 Beschäftigten der Molkereien im Land.

Uwe Hildebrandt, NGG-Landesbezirksvorsitzender und Verhandlungsführer kritisiert, dass die Arbeitgeberseite mit einem Mager-Angebot den ersten Verhandlungstermin verlassen hat und fordert eine Wertschätzung der guten Arbeit der Beschäftigten der Milchbetriebe im Land. Der Erfolg der Betriebe beruht auf einer engagierten Belegschaft. Sie haben einen Anspruch auf ein deutliches Plus in der Lohntüte!“

Durch vielfältige Aktionen hatten die Arbeitnehmer ihren Unmut über dieses Angebot kundgetan. Sollte es auch in der 2. Tarifverhandlung zu keinem fairen an der hohen Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer orientierten Angebot kommen schließt Uwe Hildebrandt Warnstreiks in der Milchindustrie nicht aus.

Hildebrandt unterstreicht noch einmal die Forderung der Tarifkommission. „Wir fordern in der diesjährigen Tarifrunde eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 5,3 Prozent in einem Anschlusstarifvertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten.“

Die aktuellen Lohn- und Gehalttarifverträge der Milchindustrie in Nord- und Südwürttemberg, Nord- und Südbaden sowie im württembergischen Allgäu wurden fristgerecht zum 31. März 2017 gekündigt.

Die Tarifverhandlung zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk Südwest und dem Genossenschaftlichen Arbeitgeberverband wurde ergebnislos auf Wochentag, 8. Juni 2017 vertagt.

Betroffen sind u.a. die folgenden Betriebe:
Friesland Campina - Heilbronn,
Omira - Ravensburg,
Milchwerk Crailsheim – Crailsheim,
Milchwerke Schwaben - Ulm,
Schwarzwaldmilch - Offenburg und Freiburg,
Milei - Leutkirch,
sowie Hohenloher Molkerei - Schwäbisch Hall