NGG kämpft um Erhalt aller Südzucker-Standorte

Obrigheim, 22. Februar 2019 - Der Vorstand der Südzucker AG beabsichtigt, die Zuckerfabriken Brottewitz (Elbe-Elster-Kreis) und Warburg (Kreis Höxter) zu schließen. In der kommenden Woche soll in einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates der Südzucker AG in Mannheim darüber abgestimmt werden. Die Beschäftigten der Zuckerfabrik des Standortes Offstein in 67283 Obrigheim, Wormser Str. 11, sind enttäuscht, von der, ihrer Meinung nach, übereilten Entscheidung des Vorstandes und fordern den Aufsichtsrat auf, die Schließung der Werke abzulehnen.

Zur Verdeutlichung der Ernsthaftigkeit ihres gemeinsamen Anliegens auf Erhalt aller Arbeitsplätze bei der Südzucker AG haben die Beschäftigten der Zuckerfabrik des Standortes Offstein heute von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr eine Mahnwache vor dem Fabriktor abgehalten.

Holger Winkow, Geschäftsführer der NGG-Region Pfalz: „Die Schließung von Standorten lädt die Folgen einer verfehlten Agrarpolitik der Bundesregierung und der Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung, Julia Klöckner, wieder einmal bei den Beschäftigten ab. Politische Fehler kosten deutsche Arbeitsplätze. Das werden wir nicht kampflos hinnehmen.

“In Folge der Beendigung der Regulierung des europäischen Zuckermarktes wurden bereits Zuckerfabriken geschlossen und tausende Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet. Die deutschen Zuckerhersteller Südzucker AG, Nordzucker AG und Pfeifer & Langen KG machten gleichzeitig ihre Standorte produktiver. Damit einhergehend war eine europäisch vereinbarte Abschaffung der Zuschüsse für Rübenbauern. „Deutschland erweist sich wieder einmal als Musterknabe bei der Einhaltung von Vereinbarungen auf europäischer Ebene, während andere Länder munter weiter Zahlungen an die Rübenbauern leisten“, so z.B. Polen, Spanien, Griechenland, Finnland oder Ungarn.