Mehr unterm Weihnachtsbaum fürs Gastgewerbe und Bäckerhandwerk in der Region Trier

Trier/Wiesbaum, 25. November 2017 - Sowohl das Bäckerhandwerk als auch die Gastronomie gelten sowohl als weniger gut bezahlte, wie auch stressbeladene Branche. Auch wenn viele Beschäftigte trotz der prekären Arbeitsverhältnisse Spaß an ihrem Job haben, sind sie doch froh über jeden Euro mehr.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Trier weist darauf hin, dass vielen Beschäftigten dieser Branchen Weihnachtsgeld zusteht – sie dieses aber häufig nicht bekommen. So stünden den Beschäftigten im Gastgewerbe für den Monat November, zumindest in tarifgebundenen Betrieben, abhängig von der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit, 50 bis 100 Prozent eines Monatsgehaltes an Jahressondervergütung zu.

Im Bäckerhandwerk ist die Lage noch eindeutiger: Hier ist der Manteltarifvertrag für alle Betriebe verbindlich, auch wenn diese nicht in der Bäckerinnung organisiert sind. Daher stehen allen Vollzeitbeschäftigten im Bäckereihandwerk, je nach Beschäftigungsdauer, zwischen 250 € und 550 € für den Monat November zu.
„Trotz dieser klaren tarifvertraglichen Regelungen werden die Beschäftigten in den Branchen immer noch oft um ihr Weihnachtsgeld geprellt“, so Gewerkschaftssekretär Jerome Frantz.

Die NGG Trier empfiehlt daher allen betroffenen Beschäftigten, ihre Novemberabrechnung genau zu prüfen, um gegebenenfalls bestehende Ansprüche mit Hilfe der Gewerkschaft durchzusetzen.

71 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Unternehmen erhalten Weihnachtsgeld, in nicht tarifgebundenen nur 41 Prozent. Auch die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft mache sich bemerkbar, betont Frantz: „64 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder bekommen Weihnachtsgeld. Dieser Anteil ist bei nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern viel geringer.“

Unter die jeweiligen Tarifverträge fallen die Landkreise Vulkaneifel, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Trier-Saarburg sowie die Stadt Trier.