NGG gibt sich mit Magerangebot nicht zufrieden!

Frankfurt, 9. August 2017 - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Arbeitgeberverband DEHOGA konnten sich während der ersten Verhandlungsrunde über die Erhöhung der Löhne und Gehälter für das Hotel und Gaststättengewerbe nicht einigen.

Die Gewerkschaft hatte zuvor eine Lohnerhöhung von 140 € für alle Beschäftigten im Gastgewerbe sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 € bei einer zwölfmonatigen Laufzeit gefordert. Neben den steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten begründete die Gewerkschaft ihre Forderung weiter mit dem enormen Fachkräftemangel innerhalb der Branche und der dadurch ständig steigenden Arbeitsbelastung für die verbleibenden MitarbeiterInnen.

Der Hotel- und Gaststättenverband hingegen wies die Forderung der Gewerkschaft als „nicht machbar“ zurück und bot stattdessen eine Erhöhung der Gehälter um 2,5 % an, allerdings mit einer Laufzeit von 14 Monaten. Dieses Angebot lehnte die Gewerkschaft entschieden ab. Es wurde ein neuer Verhandlungstermin für den 14.09.2017 festgelegt.

Peter-Martin Cox als Verhandlungsführer der NGG bezeichnet das Angebot der Arbeitgeber als „nicht leistungsgerecht.“ „Die Mitarbeiter der Branche leisten enormes, um den Betriebe der Branche - auch in Zeiten in denen viele Stellen unbesetzt bleiben - zum Erfolg zu verhelfen. Und mit Blick auf die hohen Lebenshaltungskosten in der Rhein-Main-Region, so Cox, „ist der Verdienst im Vergleich zu anderer Branchen schlicht ungerecht, denn in der Ecklohngruppe liegt der Stundenlohn zur Zeit bei 12,47 € brutto.“

Laut Hendrik Hallier, Gewerkschaftssekretär der NGG,  „sei das Angebot mehr Schein als Sein. Zwar böte der Dehoga offiziell eine Erhöhung von 2,5 % an, möchte aber gleichzeitig die Wartezeit bis zur nächsten Erhöhung um zwei Monate verlängern. Auf ein Jahr blieben so nur noch 2,14%“, so Hallier weiter. „Bei einer Inflationsrate von derzeit 1,9 % ist bleibt dann nicht mehr viel übrig, sagt Cox, „Wertschätzung für die geleistete Arbeit sieht anders aus!“

Die Gewerkschaft NGG kündigte bis zur nächsten Verhandlungsrunde an, sowohl Mitarbeiter als auch Gäste über die eigene Forderung und ihrer Berechtigung informieren zu wollen. Dabei seien auch unkonventionelle Wege nicht ausgeschlossen.