Demo gegen die Lockerung der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen

Frankfurt, 21. September 2017 - Am letzten Tag vor der Bundestagswahl demonstrieren etwa 60 junge Menschen, verkleidet als Zombie-Köche und Zombie-Servicekräfte durch die Frankfurter Innenstadt. Unter dem Motto „The Working Dead“ wird mit der Aktion auf die geplante Ausweitung der täglichen Arbeitszeit und deren Konsequenzen für die Beschäftigten aufmerksam gemacht werden. Organisiert wird die Demonstration von der Jugend der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

„Gerade im Hotel- und Gastgewerbe sind wir immer wieder mit den Folgen ausufernden Arbeitszeiten konfrontiert. Mit der Aktion wollen wir die negativen Folgen ausgeweiteter Arbeitszeiten für die Beschäftigten bildlich verdeutlichen. Denn was bleibt noch von unserem Leben, wenn wir tägliche Arbeitszeiten jenseits von 10 Stunden haben?“, so Paul Stüber Landesjugendsekretär der Gewerkschaft NGG Südwest.

In der politischen Debatte wird Seitens DEHOGA und anderen Unternehmensverbänden, der CDU und der FDP seit geraumer Zeit eine Verwässerung des Arbeitszeitgesetzes gefordert. Allen voran steht die Forderung, die tägliche Höchstgrenze zur Arbeitszeit von maximal 10 Stunden aus dem Arbeitszeitgesetz zu streichen.

„Es ist doch eine Farce, dass wir auf der einen Seite über familienfreundliche Arbeitszeiten philosophieren und auf der anderen Seite die gesetzlichen Arbeitszeiten ausweiten wollen. Wir müssen in diesem Zusammenhang doch viel mehr über eine faire Verteilung der gesellschaftlichen Arbeit reden. Das bedeutet eine Verkürzung der Arbeitszeiten“, betont Paul Stüber, Landesjugendsekretär der Gewerkschaft NGG Südwest.

Für die Gewerkschaft NGG steht fest, dass eine weitere Aushöhlung der Arbeitsgesetze nicht ohne massiven Widerstand seitens der Gewerkschaften vonstattengehen wird.